Heute möchte ich eine kurze Erläuterung geben, wie dieses Bild entstanden ist.

Ich möchte bei der Vorbereitung anfangen, gehe dann zur Durchführung inkl. Skizze wie ich mir das im Vorfeld gedacht habe und anschließend zur Bearbeitung in Capture One und Affinity Photo.

Also beginnen wir am Anfang 😉

Ich wollte tolle Babybauch Bilder im Sonnenuntergang und im Feld machen. Da es bei mir in der Umgebung mehr als genug schöne Felder gibt, war die Wahl schwer, aber dennoch schnell getroffen.
Das Feld musste knapp Hüfthoch sein und im besten Fall so gelegen, dass ich nicht in unmittelbarer Umgebung zu viel Grün habe und was ganz wichtig war, die Sonne musste schön zu sehen sein wenn sie untergeht. Gefunden habe ich das Feld über Google Maps (hier suche ich oft nach Locations)

Als ich das Feld vor dem Shooting besucht habe, was meiner Meinung nach sehr wichtig ist, konnte ich nochmal genauer sehen ob alles so passt wie ich mir das vorgestellt habe.
Die Positionierung vom Model und vom Blitz habe ich mir ebenfalls schon grob festgehalten (siehe Skizze)

Die Sonne sollte am Horizont untergehen, dass Modell mitten im Feld stehen und leicht schräg von vorne angeblitzt werden.
Ich wollte versuche mit der Kamera so tief es geht zu gehen um eine tolle Perspektive zu zaubern

Gesagt getan 😉 : 

 

 

 

 

 

 

Der Aufsteckblitz war ohne Softbox oder ähnliches auf dem Stativ. Was zur Folge hatte, dass ich später in der Nachbearbeitung einen Schatten etwas weicher zeichnen musste (siehe Video)
Das nächste Mal werde ich eine Durchlichtschirm mitnehmen.
Der Blitz stand auf 1/2 Leistung, wobei sowas immer von der Situation abhängt und beim nächste Mal wieder anders aussehen kann… 

Die Bearbeitung selbst, seht ihr zum einen im Video und zum anderen möchte ich euch hier nochmal Schritt für Schritt erklären wie das ablief:

Zunächst habe ich die RAW Entwicklung in Capture One durchgeführt.
Die Lichter etwas runter gezogen, den Kontrast erhört, ein wenig mit dem Weißabgleich rum gespielt um die Stimmung etwas wärmer zu gestalten. Das der Himmel ausgebrannt ist, ist nicht schlimm.
Bei einem Portrait ist es immer wichtig und schön zum anschauen, wenn sich das Gesicht vom Hintergrund abhebt. Entweder weil es heller ist oder eben dunkler. Hier habe ich die dunklere Variante gewählt.
Deshalb auch nicht zu viel die Lichter versuchen runter zu ziehen, weil das sonst schnell komisch aussieht. Ausgebrannt, ist einfach ausgebrannt 😉

In der RAW Entwicklung sind mir ein paar Dinge aufgefallen, die ich später in Affinity Photo oder Photoshop bearbeiten muss.
Das sind zum einen die Strommasten im Hintergrund, die Bereiche vom Feld die im Schärfebreich liegen und somit auch die Blicke auf sich ziehen und eben der Schatten am Hals inkl. kleinem Fleck.

Die Strommasten habe ich einfach mit dem Reparieren Tool (Shortkey „j“) weggestempelt.
Dann ging es an die scharfen Stellen im Feld. Hierfür wird die Hauptebene dupliziert und eine davon mit „Filter – Unschärfe – Gaußsche Unschärfe“ weichgezeichnet. Dann mit einer Maske invertiert und mit einem weißen brush die gewünschten Stellen weggemalt 🙂
Danach mit „Ebene – Sichtbare zusammenlegen“ auf eine Eben reduziert und schon geht’s an den Schatten und den Fleck.
Dafür nutze ich die Frequenztrennung. Das ist immer so ein großes Thema und viele nutze das nicht so oft, aber ich bin großer Fan davon und es geht super schnell und einfach (vor allem in Affinity Photo).
Wer sich mit der Frequenztrennung noch nicht näher beschäftigt hat, sagt bescheid, dann werde ich dafür mal einen gesonderten Beitrag schreiben inkl. Video natürlich.

Im Grunde war es das schon gewesen.
Wenn noch Fragen offen sind, oder gewissen Teile noch mal genauer beleuchtet werden sollen, sagt ebenfalls bescheid! Ich freue mich auf Rückmeldung!

Hier noch das versprochene Video:

 

 

 

Fragen, Anregungen und ähnliches

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